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Validierungsphase

KI-gestützte Klausurkorrektur, bei der die Note ein Mensch vergibt

HiWi+ Klausurmanager bereitet die Korrektur vor: Antworten gruppiert, Hinweise mit Bezug auf Ihr Bewertungsraster, Abweichungen sichtbar. Bewertung und Entscheidung bleiben vollständig bei den Prüfenden.

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Wo das Modul heute steht

HiWi+ Klausurmanager ist gebaut und wird derzeit an realen Klausuren erprobt. Wir sagen das offen, weil eine Korrekturassistenz nur dann etwas wert ist, wenn Prüfende ihr vertrauen. Wer früh mitwirken möchte, kann sich als Erprobungspartner melden und bekommt das Modul an einem eigenen Prüfungstermin vorgeführt.

HiWi+ Klausurmanager
HiWi+KlausurmanagerKlausurenAufgabenKorrektur-AssistenzBewertungsschemaAuswertungKlausurenGrundlagen der BWL — WS 25/26In Korrektur142Mathematik I — WS 25/26Geplant98Marketing — WS 25/26Abgeschlossen76Korrektur-AssistenzLiefert Vorschläge und Hinweise — Bewertung und Entscheidung bleiben beim prüfenden Personal.
Beispielhafte Darstellung der Korrekturoberfläche mit Bewertungsraster und Vorschlägen.
Anwendungsfälle

Wo eine Korrekturassistenz wirklich Zeit spart

Nicht beim Bewerten selbst, das bleibt fachliche Arbeit. Sondern bei allem, was drumherum liegt: sortieren, vergleichen, begründen und dokumentieren.

Freitextaufgaben vorsortieren

Gleichartige Lösungswege werden gruppiert, sodass Prüfende ähnliche Antworten direkt hintereinander bewerten statt quer über den Stapel.

Abgleich mit dem Bewertungsraster

Jeder Hinweis nennt das Kriterium aus Ihrem eigenen Raster, auf das er sich bezieht. Ohne Raster gibt es keinen Hinweis.

Rechenwege nachvollziehen

Bei Aufgaben mit Rechenweg wird sichtbar, an welcher Stelle ein Ergebnis abweicht, damit Teilpunkte begründet vergeben werden können.

Zweitkorrektur vorbereiten

Abweichungen zwischen Erst- und Zweitbewertung werden aufgelistet, damit die Besprechung an den strittigen Stellen beginnt.

Gleichbehandlung prüfen

Gleiche Antworten mit ungleicher Punktzahl fallen auf. Das ist die Frage, die im Widerspruchsverfahren zuerst gestellt wird.

Wiederkehrende Rückmeldungen

Häufige Fehlerbilder lassen sich einmal als Rückmeldung formulieren und danach zuweisen, statt sie fünfzig Mal neu zu schreiben.

Anonymisiert arbeiten

Die Korrektur läuft auf Prüflingsnummern. Namen werden für den Korrekturvorgang nicht benötigt und nicht angezeigt.

Protokoll für die Akte

Jede Entscheidung wird mit Zeitpunkt und Person festgehalten. Das trägt, wenn eine Bewertung später begründet werden muss.

Ablauf

Wie ein Korrekturvorschlag entsteht

Vier Schritte, und der vierte gehört immer der prüfenden Person.

1

Raster hinterlegen

Sie hinterlegen Ihre Musterlösung und Ihr Bewertungsraster. Das Werkzeug arbeitet ausschließlich gegen diese Vorgabe.

2

Antworten aufbereiten

Die Klausuren werden anonymisiert eingelesen und je Aufgabe gruppiert, damit Gleichartiges zusammen bewertet wird.

3

Hinweise erzeugen

Zu jeder Antwort entsteht ein Hinweis mit Bezug auf das Kriterium. Der Hinweis ist ein Vorschlag, keine Punktzahl.

4

Sie entscheiden

Übernehmen, anpassen oder verwerfen. Erst Ihre Bestätigung erzeugt einen Eintrag, und der landet im Protokoll.

Grundsätze

Die Grundsätze, von denen wir nicht abweichen

Prüfungsbewertung ist der Bereich, in dem ein Werkzeug am meisten Schaden anrichten kann. Deshalb sind diese Punkte in der Bauweise verankert und nicht als Einstellung hinterlegt.

Die Note trägt immer ein Mensch ein. Das Werkzeug schlägt vor und begründet, es bewertet nicht. Ohne Bestätigung durch die prüfende Person entsteht kein Eintrag.
Menschliche Aufsicht im Sinne des EU AI Act. Prüfungsbewertung ist ein sensibler Anwendungsbereich. Deshalb ist das Werkzeug so gebaut, dass es prüfungsrechtlich nichts entscheiden kann.
Jeder Hinweis ist zurückverfolgbar. Sichtbar ist immer, auf welches Kriterium und auf welche Textstelle sich ein Vorschlag stützt. Ein Hinweis ohne Beleg wird nicht gezeigt.
Kein Training mit Klausuren. Die Antworten der Prüflinge werden zur Laufzeit verarbeitet und nicht in ein Modell eingearbeitet.
HiWi+ Klausurmanager · Korrektur
HiWi+KlausurmanagerÜbersichtKlausurenKorrekturBewertungsrasterProtokollAufgabe 3 von 12Prüfling 044 · anonymisiertAntwort des PrüflingsHinweis des AssistenzwerkzeugsLösungsweg vollständig, Ergebnisweicht im letzten Schritt ab.Bezug: Bewertungsraster, Kriterium 2Vorschlag 6 von 10Kein Eintrag ohne Ihre Bestätigung.Ihre EntscheidungDie Punktzahl trägt ausschließlich die prüfende Person ein. Der Vorschlag ist ein Hinweis, keine Note.ÜbernehmenAnpassenVerwerfenProtokollJede Übernahme, Anpassung und Verwerfung wird mit Zeitpunkt und Person festgehalten.
Links die Antwort, rechts der Hinweis mit Bezug auf das Kriterium. Die Punktzahl entsteht erst durch die Entscheidung der prüfenden Person.
Bausteine

Was zum Modul gehört

Bewertungsraster

Kriterien, Punktzahlen und Teilpunkte werden einmal hinterlegt und über Semester hinweg weiterverwendet. Änderungen bleiben nachvollziehbar.

Erst- und Zweitkorrektur

Beide Bewertungen laufen getrennt und werden erst danach gegenübergestellt. Die Zweitkorrektur sieht die Erstbewertung nicht vorab.

Rückmeldungen an Prüflinge

Aus den vergebenen Kriterien entsteht auf Wunsch eine begründete Rückmeldung, die vor dem Versand geprüft wird.

Protokoll und Export

Der vollständige Korrekturverlauf lässt sich exportieren, für die Akte und für den Fall einer Einsichtnahme.

Grenzen

Was HiWi+ Klausurmanager bewusst nicht tut

Ein Korrekturwerkzeug, das mehr verspricht, als es verantworten kann, ist im Widerspruchsverfahren nichts wert.

Keine automatische Notenvergabe. Ohne Bestätigung durch die prüfende Person entsteht keine Punktzahl und keine Note.
Keine prüfungsrechtlichen Entscheidungen. Nachteilsausgleich, Täuschungsverdacht und Widerspruch bleiben beim Prüfungsausschuss.
Keine Bewertung ohne Raster. Liegt kein Bewertungsraster vor, gibt es keine Hinweise, weil es keinen Maßstab gibt.
Das Modul ist in der Validierungsphase. Wir erproben es an realen Klausuren, bevor es in die Breite geht.
Im Einsatz bei

Hochschule Karlsruhe

HiWi+ ist an der Hochschule Karlsruhe im Einsatz und wurde gemeinsam mit den dortigen Fachbereichen entwickelt, entlang echter Abläufe und nicht am Schreibtisch.

„Uns ging es vor allem darum, administrative Abläufe und Arbeit in der Fakultät zu reduzieren und gleichzeitig den Studierenden einen besseren Service zu bieten, beispielsweise mit dem Fakultäts-Chatbot, dem sie rund um die Uhr Fragen rund um das Studium stellen können. Die HiWi+ Module sind zwar für unsere konkreten Bedürfnisse an der Fakultät entwickelt worden, sind aber sicher auch bestens nutzbar für viele andere Bildungseinrichtungen.“
Prof. Dr.-Ing. Hendrik Rust
Prof. Dr.-Ing. Hendrik Rust Prodekan für die Lehre Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, Hochschule Karlsruhe
Häufige Fragen

Was Hochschulen vor der Einführung fragen

Nein. HiWi+ Klausurmanager erzeugt Hinweise und Vorschläge mit Bezug auf Ihr Bewertungsraster. Die Punktzahl trägt ausschließlich die prüfende Person ein, und erst diese Bestätigung erzeugt einen Eintrag. Das ist keine Einstellung, die sich abschalten lässt, sondern die Bauweise des Moduls.

Die Bewertung von Prüfungsleistungen gilt als sensibler Anwendungsbereich. Deshalb ist das Modul als reines Assistenzwerkzeug gebaut: Es kann prüfungsrechtlich nichts entscheiden, jede Ausgabe ist ein begründeter Vorschlag, und die menschliche Aufsicht ist nicht umgehbar. Der vollständige Korrekturverlauf wird protokolliert.

Aus Ihrer Musterlösung und Ihrem Bewertungsraster. Es gibt keine eigene fachliche Meinung und keinen externen Maßstab. Liegt kein Raster vor, gibt es keine Hinweise.

Ja. Zu jedem Vorschlag ist sichtbar, auf welches Kriterium und auf welche Stelle in der Antwort er sich bezieht. Vorschläge ohne Beleg werden nicht angezeigt.

Sie werden anonymisiert verarbeitet, auf Prüflingsnummern statt auf Namen. Es findet kein Training mit Ihren Daten statt. Auf Wunsch läuft die Verarbeitung in Ihrem eigenen Rechenzentrum oder vollständig lokal über HiWi+ Lokale KI.

Es ist gebaut und befindet sich in der Validierungsphase. Wir erproben es an realen Klausuren gemeinsam mit Prüfenden, bevor es breiter eingesetzt wird. Wer früh dabei sein möchte, kann sich als Erprobungspartner melden.

Ja, und das ist auch der sinnvolle Weg. Ein Fach, ein Bewertungsraster, ein Prüfungstermin. Danach lässt sich beurteilen, ob der Aufwand für den Korrekturstapel und die Qualität der Hinweise zueinanderpassen.

An Ihrem eigenen Bewertungsraster erproben

Wir zeigen das Modul an einer Ihrer Klausuren und Ihrem eigenen Raster. Sie sehen dann an echten Antworten, wie belastbar die Hinweise sind, bevor irgendetwas entschieden wird.

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