KI-gestützte Klausurkorrektur, bei der die Note ein Mensch vergibt
HiWi+ Klausurmanager bereitet die Korrektur vor: Antworten gruppiert, Hinweise mit Bezug auf Ihr Bewertungsraster, Abweichungen sichtbar. Bewertung und Entscheidung bleiben vollständig bei den Prüfenden.
HiWi+ Klausurmanager ist gebaut und wird derzeit an realen Klausuren erprobt. Wir sagen das offen, weil eine Korrekturassistenz nur dann etwas wert ist, wenn Prüfende ihr vertrauen. Wer früh mitwirken möchte, kann sich als Erprobungspartner melden und bekommt das Modul an einem eigenen Prüfungstermin vorgeführt.
Wo eine Korrekturassistenz wirklich Zeit spart
Nicht beim Bewerten selbst, das bleibt fachliche Arbeit. Sondern bei allem, was drumherum liegt: sortieren, vergleichen, begründen und dokumentieren.
Freitextaufgaben vorsortieren
Gleichartige Lösungswege werden gruppiert, sodass Prüfende ähnliche Antworten direkt hintereinander bewerten statt quer über den Stapel.
Abgleich mit dem Bewertungsraster
Jeder Hinweis nennt das Kriterium aus Ihrem eigenen Raster, auf das er sich bezieht. Ohne Raster gibt es keinen Hinweis.
Rechenwege nachvollziehen
Bei Aufgaben mit Rechenweg wird sichtbar, an welcher Stelle ein Ergebnis abweicht, damit Teilpunkte begründet vergeben werden können.
Zweitkorrektur vorbereiten
Abweichungen zwischen Erst- und Zweitbewertung werden aufgelistet, damit die Besprechung an den strittigen Stellen beginnt.
Gleichbehandlung prüfen
Gleiche Antworten mit ungleicher Punktzahl fallen auf. Das ist die Frage, die im Widerspruchsverfahren zuerst gestellt wird.
Wiederkehrende Rückmeldungen
Häufige Fehlerbilder lassen sich einmal als Rückmeldung formulieren und danach zuweisen, statt sie fünfzig Mal neu zu schreiben.
Anonymisiert arbeiten
Die Korrektur läuft auf Prüflingsnummern. Namen werden für den Korrekturvorgang nicht benötigt und nicht angezeigt.
Protokoll für die Akte
Jede Entscheidung wird mit Zeitpunkt und Person festgehalten. Das trägt, wenn eine Bewertung später begründet werden muss.
Wie ein Korrekturvorschlag entsteht
Vier Schritte, und der vierte gehört immer der prüfenden Person.
Raster hinterlegen
Sie hinterlegen Ihre Musterlösung und Ihr Bewertungsraster. Das Werkzeug arbeitet ausschließlich gegen diese Vorgabe.
Antworten aufbereiten
Die Klausuren werden anonymisiert eingelesen und je Aufgabe gruppiert, damit Gleichartiges zusammen bewertet wird.
Hinweise erzeugen
Zu jeder Antwort entsteht ein Hinweis mit Bezug auf das Kriterium. Der Hinweis ist ein Vorschlag, keine Punktzahl.
Sie entscheiden
Übernehmen, anpassen oder verwerfen. Erst Ihre Bestätigung erzeugt einen Eintrag, und der landet im Protokoll.
Die Grundsätze, von denen wir nicht abweichen
Prüfungsbewertung ist der Bereich, in dem ein Werkzeug am meisten Schaden anrichten kann. Deshalb sind diese Punkte in der Bauweise verankert und nicht als Einstellung hinterlegt.
Was zum Modul gehört
Bewertungsraster
Kriterien, Punktzahlen und Teilpunkte werden einmal hinterlegt und über Semester hinweg weiterverwendet. Änderungen bleiben nachvollziehbar.
Erst- und Zweitkorrektur
Beide Bewertungen laufen getrennt und werden erst danach gegenübergestellt. Die Zweitkorrektur sieht die Erstbewertung nicht vorab.
Rückmeldungen an Prüflinge
Aus den vergebenen Kriterien entsteht auf Wunsch eine begründete Rückmeldung, die vor dem Versand geprüft wird.
Protokoll und Export
Der vollständige Korrekturverlauf lässt sich exportieren, für die Akte und für den Fall einer Einsichtnahme.
Was HiWi+ Klausurmanager bewusst nicht tut
Ein Korrekturwerkzeug, das mehr verspricht, als es verantworten kann, ist im Widerspruchsverfahren nichts wert.
Hochschule Karlsruhe
HiWi+ ist an der Hochschule Karlsruhe im Einsatz und wurde gemeinsam mit den dortigen Fachbereichen entwickelt, entlang echter Abläufe und nicht am Schreibtisch.
Was Hochschulen vor der Einführung fragen
Nein. HiWi+ Klausurmanager erzeugt Hinweise und Vorschläge mit Bezug auf Ihr Bewertungsraster. Die Punktzahl trägt ausschließlich die prüfende Person ein, und erst diese Bestätigung erzeugt einen Eintrag. Das ist keine Einstellung, die sich abschalten lässt, sondern die Bauweise des Moduls.
Die Bewertung von Prüfungsleistungen gilt als sensibler Anwendungsbereich. Deshalb ist das Modul als reines Assistenzwerkzeug gebaut: Es kann prüfungsrechtlich nichts entscheiden, jede Ausgabe ist ein begründeter Vorschlag, und die menschliche Aufsicht ist nicht umgehbar. Der vollständige Korrekturverlauf wird protokolliert.
Aus Ihrer Musterlösung und Ihrem Bewertungsraster. Es gibt keine eigene fachliche Meinung und keinen externen Maßstab. Liegt kein Raster vor, gibt es keine Hinweise.
Ja. Zu jedem Vorschlag ist sichtbar, auf welches Kriterium und auf welche Stelle in der Antwort er sich bezieht. Vorschläge ohne Beleg werden nicht angezeigt.
Sie werden anonymisiert verarbeitet, auf Prüflingsnummern statt auf Namen. Es findet kein Training mit Ihren Daten statt. Auf Wunsch läuft die Verarbeitung in Ihrem eigenen Rechenzentrum oder vollständig lokal über HiWi+ Lokale KI.
Es ist gebaut und befindet sich in der Validierungsphase. Wir erproben es an realen Klausuren gemeinsam mit Prüfenden, bevor es breiter eingesetzt wird. Wer früh dabei sein möchte, kann sich als Erprobungspartner melden.
Ja, und das ist auch der sinnvolle Weg. Ein Fach, ein Bewertungsraster, ein Prüfungstermin. Danach lässt sich beurteilen, ob der Aufwand für den Korrekturstapel und die Qualität der Hinweise zueinanderpassen.
An Ihrem eigenen Bewertungsraster erproben
Wir zeigen das Modul an einer Ihrer Klausuren und Ihrem eigenen Raster. Sie sehen dann an echten Antworten, wie belastbar die Hinweise sind, bevor irgendetwas entschieden wird.