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Validierungsphase

Thesis-Analyse für wissenschaftliche Arbeiten, die Belege prüft statt Menschen

HiWi+ Thesis bereitet die Begutachtung vor: Quellen werden auf Existenz und Aktualität geprüft, Zitate gegen die Fundstelle abgeglichen und Fragen für das Kolloquium vorgeschlagen. Bewertung und Note verbleiben vollständig bei den Prüfenden.

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Wo das Modul heute steht

HiWi+ Thesis ist entwickelt und befindet sich in der praktischen Erprobung mit realen Abschlussarbeiten. Wir sagen das offen, weil Vertrauen und wissenschaftliche Integrität bei der Abschlussprüfung an erster Stelle stehen. Wer früh mitwirken möchte, kann sich als Erprobungspartner melden und das Modul in der Praxis testen.

HiWi+ Thesis
HiWi+ThesisBelegübersichtArbeitenKolloquiumsfragenFormalabgleichProtokollBelegübersichtMasterarbeit · 84 Quellenangaben geprüftAngaben84Auflösbar79Nicht auffindbar3Abweichend zitiert2QUELLENANGABEFUNDSTELLEPRÜFSTANDHabermas (1981), Theorie des kommunikativen HandelnsS. 214, Abschnitt 2.3AuflösbarReinhardt & Lohse (2021), Digitale LehrformateDOI nicht auflösbarNicht auffindbarBauer (2019), Methoden empirischer SozialforschungS. 88, Zitat weicht abPrüfenWeber (2018), Wissenschaftliches ArbeitenS. 45, Abschnitt 1.1Auflösbar
Beispielhafte Darstellung der Belegübersicht mit geprüften Quellenangaben und Fundstellen.
Anwendungsfälle

Wo eine Thesis-Analyse die Begutachtung entlastet

Nicht beim fachlichen Urteil, das bleibt die Aufgabe der Prüfenden. Sondern bei der Fleißarbeit davor: Quellen nachschlagen, Zitate gegenlesen, Formales abgleichen.

Quellen auf Existenz prüfen

Jede Angabe im Verzeichnis wird gegen Kataloge, DOI-Register und Verlagsangaben abgeglichen. Erfundene Titel und nicht auflösbare DOI fallen auf, bevor jemand sie nachschlägt.

Zitat und Fundstelle abgleichen

Wo die Quelle zugänglich ist, wird geprüft, ob die zitierte Aussage an der angegebenen Stelle tatsächlich steht. Das ist die Prüfung, für die im Gutachten selten Zeit bleibt.

Aktualität der Literatur

Sichtbar wird, wie alt der herangezogene Stand ist und ob zu zentralen Punkten neuere Arbeiten vorliegen. Ein Befund für das Gespräch, keine Bewertung.

Vollständigkeit der Nachweise

Belegte und unbelegte Aussagen werden gegenübergestellt, ebenso Verzeichniseinträge, die im Text nirgends vorkommen.

Fragen für das Kolloquium

Zu den tragenden Abschnitten entstehen Fragenvorschläge mit Bezug auf die konkrete Textstelle. Welche gestellt wird, entscheiden die Prüfenden.

Methodik nachvollziehen

Beschriebenes Vorgehen, verwendete Daten und gezogene Schlüsse werden nebeneinandergelegt, damit Lücken in der Argumentation im Gespräch adressierbar sind.

Formale Vorgaben abgleichen

Zitierweise, Umfang, geforderte Bestandteile und Erklärungen werden gegen die Vorgaben Ihrer Ordnung geprüft. Formales soll das Gutachten nicht aufhalten.

Zweitgutachten vorbereiten

Beide Gutachtenden bekommen dieselbe Belegübersicht. Das Gespräch beginnt damit an den inhaltlichen Fragen statt an der Rekonstruktion des Quellenapparats.

Ablauf

Wie eine Belegübersicht entsteht

Vier Schritte, und der vierte gehört immer den Prüfenden.

1

Vorgaben hinterlegen

Prüfungsordnung, Zitierrichtlinie und die Anforderungen Ihres Fachbereichs werden einmal eingerichtet. Das Modul prüft ausschließlich gegen diese Vorgabe.

2

Arbeit einlesen

Die eingereichte Fassung wird eingelesen und in ihre Bestandteile zerlegt: Text, Verzeichnisse, Anhänge und Erklärungen.

3

Belege abgleichen

Quellenangaben werden gegen Kataloge und Register geprüft und, wo möglich, mit der zitierten Fundstelle abgeglichen. Jeder Befund nennt die Textstelle, auf die er sich bezieht.

4

Prüfende entscheiden

Sie erhalten eine Belegübersicht und Fragenvorschläge. Was davon ins Gutachten oder ins Kolloquium eingeht, bestimmen ausschließlich Sie.

Grundsätze

Die Grundsätze, von denen wir nicht abweichen

Bei der Abschlussprüfung kann ein Werkzeug besonders viel Schaden anrichten. Deshalb sind diese Punkte in der Bauweise verankert und nicht als Einstellung hinterlegt.

Das Modul urteilt nicht über Personen. Es prüft Angaben im Dokument und schlägt Fragen vor. Es erzeugt keine Aussage darüber, ob jemand eigenständig gearbeitet hat oder wie gut jemand ein Fach versteht. Diese Grenze ist die Bauweise des Moduls, keine Einstellung.
Kein Verdachts-Score, keine Ampel. Es gibt bewusst keinen Prozentwert zur KI-Nutzung. Solche Werte sind unzuverlässig, benachteiligen im Zweifel die falschen Menschen und ersetzen in der Praxis genau die Prüfung, die sie ermöglichen sollten.
Jeder Befund ist nachprüfbar. Zu jedem Hinweis gehören die Textstelle und die geprüfte Quelle. Ein Befund, der sich nicht selbst nachschlagen lässt, wird nicht angezeigt.
Bewertung und Note bleiben bei den Prüfenden. Das Modul erzeugt keine Punktzahl, keine Note und keine Empfehlung dazu. Es liefert Material für die Begutachtung und nichts darüber hinaus.
HiWi+ Thesis · Kolloquiumsfragen
HiWi+ThesisÜbersichtBelegübersichtKolloquiumsfragenFormalabgleichProtokollVorschlag 4 von 9Masterarbeit · Abschnitt 4.2, MethodenwahlStelle in der ArbeitFragenvorschlagWarum fiel die Wahl auf einqualitatives Vorgehen, und welcheAlternative wurde verworfen?Bezug: Abschnitt 4.2, S. 31EntwurfKeine Bewertung, kein Verdachtswert.Ihre EntscheidungOb eine Frage gestellt wird, entscheiden die Prüfenden. Der Vorschlag ist Vorbereitungsmaterial, keine Prüfungsvorgabe.ÜbernehmenAnpassenVerwerfenProtokollGeprüfte Fassung, Zeitpunkt und durchgeführte Prüfschritte werden festgehalten.
Links die Textstelle aus der Arbeit, rechts der Fragenvorschlag. Gestellt und bewertet wird im Kolloquium durch die Prüfenden.
Bausteine

Was zum Modul gehört

Belegübersicht

Alle Quellenangaben mit Prüfstand: auflösbar, nicht auffindbar oder abweichend zitiert, jeweils mit der Textstelle.

Fragenvorschläge

Fragen zu den tragenden Abschnitten, mit Bezug auf die Stelle in der Arbeit. Als Entwurf gekennzeichnet und frei änderbar.

Formalprüfung

Abgleich mit Zitierrichtlinie, Umfang und den geforderten Bestandteilen aus Ihrer Prüfungsordnung.

Protokoll

Welche Prüfschritte gelaufen sind, mit Zeitpunkt und Fassung. Das trägt, wenn eine Begutachtung später begründet werden muss.

Grenzen

Was HiWi+ Thesis bewusst nicht tut

Ein Werkzeug, das bei einer Abschlussprüfung mehr verspricht, als es verantworten kann, richtet mehr Schaden an als es nützt.

Keine Aussage über Eigenständigkeit oder Fachverständnis einer Person. Das Modul prüft Belege, es beurteilt keine Menschen.
Keine KI-Erkennung als Verdachtswert. Es gibt keinen Score und keine Wahrscheinlichkeit zur Frage, ob ein Text maschinell entstanden ist.
Keine Täuschungsentscheidung. Ein Täuschungsverdacht wird im Prüfungsausschuss festgestellt, nach Ihrer Ordnung und durch Menschen.
Keine Bewertung, keine Note, keine Notenempfehlung. Auch nicht als Vorschlag.
Keine Verhaltens- oder Emotionsanalyse im Kolloquium. Das Modul begleitet das Gespräch nicht, es bereitet es vor.
Das Modul ist in der Validierungsphase. Wir erproben es an realen Abschlussarbeiten, bevor es in die Breite geht.
Im Einsatz bei

Hochschule Karlsruhe

HiWi+ ist an der Hochschule Karlsruhe im Einsatz und wurde gemeinsam mit den dortigen Fachbereichen entwickelt, entlang echter Abläufe und nicht am Schreibtisch.

„Uns ging es vor allem darum, administrative Abläufe und Arbeit in der Fakultät zu reduzieren und gleichzeitig den Studierenden einen besseren Service zu bieten, beispielsweise mit dem Fakultäts-Chatbot, dem sie rund um die Uhr Fragen rund um das Studium stellen können. Die HiWi+ Module sind zwar für unsere konkreten Bedürfnisse an der Fakultät entwickelt worden, sind aber sicher auch bestens nutzbar für viele andere Bildungseinrichtungen.“
Prof. Dr.-Ing. Hendrik Rust
Prof. Dr.-Ing. Hendrik Rust Prodekan für die Lehre Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, Hochschule Karlsruhe
Häufige Fragen

Was Hochschulen vor der Einführung fragen

Nein, und das ist eine bewusste Entscheidung. Werkzeuge, die einen Prozentwert zur KI-Nutzung ausgeben, sind nachweislich unzuverlässig und benachteiligen besonders Studierende, die nicht in ihrer Muttersprache schreiben. HiWi+ Thesis prüft stattdessen das, was objektiv nachprüfbar ist: ob die angegebenen Quellen existieren, ob sie auffindbar sind und ob das Zitat an der genannten Stelle steht. Erfundene Quellen sind ohnehin der belastbarere Befund.

Nein. Es erzeugt weder eine Note noch eine Notenempfehlung noch eine Einschätzung zu Eigenständigkeit oder Fachverständnis. Es prüft Angaben im Dokument und schlägt Fragen für das Kolloquium vor. Bewertung und Note verbleiben vollständig bei den Prüfenden.

Die Bewertung von Lernergebnissen und die Erkennung unerlaubten Verhaltens bei Prüfungen sind in der KI-Verordnung als Hochrisiko-Bereiche benannt. Genau deshalb ist HiWi+ Thesis so zugeschnitten, dass es beides nicht tut: Es erzeugt keine Aussage über eine Person, sondern prüft Belege am Dokument und schlägt Fragen vor. Die Zweckbestimmung mit dieser Negativliste ist Teil der Betriebsanleitung.

Die Prüfenden. Die Vorschläge sind als Entwurf gekennzeichnet und frei änderbar. Sie sind Vorbereitungsmaterial, keine Prüfungsordnung.

Sie werden zur Laufzeit verarbeitet und nicht in ein Modell eingearbeitet. Es gibt keine Lernschleife aus studentischen Texten. Auf Wunsch läuft die Verarbeitung in Ihrem eigenen Rechenzentrum oder vollständig lokal über HiWi+ Lokale KI. Löschfristen werden mit Ihrem Fachbereich festgelegt.

HiWi+ Thesis ist entwickelt und befindet sich in der praktischen Erprobung mit realen Abschlussarbeiten. Wir sagen das offen, weil Vertrauen und wissenschaftliche Integrität bei der Abschlussprüfung an erster Stelle stehen. Wer früh mitwirken möchte, kann sich als Erprobungspartner melden und das Modul in der Praxis testen.

Ja, und das ist der sinnvolle Weg. Ein Fachbereich, eine Zitierrichtlinie, ein Prüfungszeitraum. Danach lässt sich beurteilen, ob die Belegübersicht die Begutachtung wirklich entlastet.

An einer eigenen Abschlussarbeit erproben

Wir zeigen das Modul an einer bereits begutachteten Arbeit aus Ihrem Fachbereich. Sie sehen dann an einem echten Fall, wie belastbar die Belegprüfung ist, bevor irgendetwas entschieden wird.

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