Thesis-Analyse für wissenschaftliche Arbeiten, die Belege prüft statt Menschen
HiWi+ Thesis bereitet die Begutachtung vor: Quellen werden auf Existenz und Aktualität geprüft, Zitate gegen die Fundstelle abgeglichen und Fragen für das Kolloquium vorgeschlagen. Bewertung und Note verbleiben vollständig bei den Prüfenden.
HiWi+ Thesis ist entwickelt und befindet sich in der praktischen Erprobung mit realen Abschlussarbeiten. Wir sagen das offen, weil Vertrauen und wissenschaftliche Integrität bei der Abschlussprüfung an erster Stelle stehen. Wer früh mitwirken möchte, kann sich als Erprobungspartner melden und das Modul in der Praxis testen.
Wo eine Thesis-Analyse die Begutachtung entlastet
Nicht beim fachlichen Urteil, das bleibt die Aufgabe der Prüfenden. Sondern bei der Fleißarbeit davor: Quellen nachschlagen, Zitate gegenlesen, Formales abgleichen.
Quellen auf Existenz prüfen
Jede Angabe im Verzeichnis wird gegen Kataloge, DOI-Register und Verlagsangaben abgeglichen. Erfundene Titel und nicht auflösbare DOI fallen auf, bevor jemand sie nachschlägt.
Zitat und Fundstelle abgleichen
Wo die Quelle zugänglich ist, wird geprüft, ob die zitierte Aussage an der angegebenen Stelle tatsächlich steht. Das ist die Prüfung, für die im Gutachten selten Zeit bleibt.
Aktualität der Literatur
Sichtbar wird, wie alt der herangezogene Stand ist und ob zu zentralen Punkten neuere Arbeiten vorliegen. Ein Befund für das Gespräch, keine Bewertung.
Vollständigkeit der Nachweise
Belegte und unbelegte Aussagen werden gegenübergestellt, ebenso Verzeichniseinträge, die im Text nirgends vorkommen.
Fragen für das Kolloquium
Zu den tragenden Abschnitten entstehen Fragenvorschläge mit Bezug auf die konkrete Textstelle. Welche gestellt wird, entscheiden die Prüfenden.
Methodik nachvollziehen
Beschriebenes Vorgehen, verwendete Daten und gezogene Schlüsse werden nebeneinandergelegt, damit Lücken in der Argumentation im Gespräch adressierbar sind.
Formale Vorgaben abgleichen
Zitierweise, Umfang, geforderte Bestandteile und Erklärungen werden gegen die Vorgaben Ihrer Ordnung geprüft. Formales soll das Gutachten nicht aufhalten.
Zweitgutachten vorbereiten
Beide Gutachtenden bekommen dieselbe Belegübersicht. Das Gespräch beginnt damit an den inhaltlichen Fragen statt an der Rekonstruktion des Quellenapparats.
Wie eine Belegübersicht entsteht
Vier Schritte, und der vierte gehört immer den Prüfenden.
Vorgaben hinterlegen
Prüfungsordnung, Zitierrichtlinie und die Anforderungen Ihres Fachbereichs werden einmal eingerichtet. Das Modul prüft ausschließlich gegen diese Vorgabe.
Arbeit einlesen
Die eingereichte Fassung wird eingelesen und in ihre Bestandteile zerlegt: Text, Verzeichnisse, Anhänge und Erklärungen.
Belege abgleichen
Quellenangaben werden gegen Kataloge und Register geprüft und, wo möglich, mit der zitierten Fundstelle abgeglichen. Jeder Befund nennt die Textstelle, auf die er sich bezieht.
Prüfende entscheiden
Sie erhalten eine Belegübersicht und Fragenvorschläge. Was davon ins Gutachten oder ins Kolloquium eingeht, bestimmen ausschließlich Sie.
Die Grundsätze, von denen wir nicht abweichen
Bei der Abschlussprüfung kann ein Werkzeug besonders viel Schaden anrichten. Deshalb sind diese Punkte in der Bauweise verankert und nicht als Einstellung hinterlegt.
Was zum Modul gehört
Belegübersicht
Alle Quellenangaben mit Prüfstand: auflösbar, nicht auffindbar oder abweichend zitiert, jeweils mit der Textstelle.
Fragenvorschläge
Fragen zu den tragenden Abschnitten, mit Bezug auf die Stelle in der Arbeit. Als Entwurf gekennzeichnet und frei änderbar.
Formalprüfung
Abgleich mit Zitierrichtlinie, Umfang und den geforderten Bestandteilen aus Ihrer Prüfungsordnung.
Protokoll
Welche Prüfschritte gelaufen sind, mit Zeitpunkt und Fassung. Das trägt, wenn eine Begutachtung später begründet werden muss.
Was HiWi+ Thesis bewusst nicht tut
Ein Werkzeug, das bei einer Abschlussprüfung mehr verspricht, als es verantworten kann, richtet mehr Schaden an als es nützt.
Hochschule Karlsruhe
HiWi+ ist an der Hochschule Karlsruhe im Einsatz und wurde gemeinsam mit den dortigen Fachbereichen entwickelt, entlang echter Abläufe und nicht am Schreibtisch.
Was Hochschulen vor der Einführung fragen
Nein, und das ist eine bewusste Entscheidung. Werkzeuge, die einen Prozentwert zur KI-Nutzung ausgeben, sind nachweislich unzuverlässig und benachteiligen besonders Studierende, die nicht in ihrer Muttersprache schreiben. HiWi+ Thesis prüft stattdessen das, was objektiv nachprüfbar ist: ob die angegebenen Quellen existieren, ob sie auffindbar sind und ob das Zitat an der genannten Stelle steht. Erfundene Quellen sind ohnehin der belastbarere Befund.
Nein. Es erzeugt weder eine Note noch eine Notenempfehlung noch eine Einschätzung zu Eigenständigkeit oder Fachverständnis. Es prüft Angaben im Dokument und schlägt Fragen für das Kolloquium vor. Bewertung und Note verbleiben vollständig bei den Prüfenden.
Die Bewertung von Lernergebnissen und die Erkennung unerlaubten Verhaltens bei Prüfungen sind in der KI-Verordnung als Hochrisiko-Bereiche benannt. Genau deshalb ist HiWi+ Thesis so zugeschnitten, dass es beides nicht tut: Es erzeugt keine Aussage über eine Person, sondern prüft Belege am Dokument und schlägt Fragen vor. Die Zweckbestimmung mit dieser Negativliste ist Teil der Betriebsanleitung.
Die Prüfenden. Die Vorschläge sind als Entwurf gekennzeichnet und frei änderbar. Sie sind Vorbereitungsmaterial, keine Prüfungsordnung.
Sie werden zur Laufzeit verarbeitet und nicht in ein Modell eingearbeitet. Es gibt keine Lernschleife aus studentischen Texten. Auf Wunsch läuft die Verarbeitung in Ihrem eigenen Rechenzentrum oder vollständig lokal über HiWi+ Lokale KI. Löschfristen werden mit Ihrem Fachbereich festgelegt.
HiWi+ Thesis ist entwickelt und befindet sich in der praktischen Erprobung mit realen Abschlussarbeiten. Wir sagen das offen, weil Vertrauen und wissenschaftliche Integrität bei der Abschlussprüfung an erster Stelle stehen. Wer früh mitwirken möchte, kann sich als Erprobungspartner melden und das Modul in der Praxis testen.
Ja, und das ist der sinnvolle Weg. Ein Fachbereich, eine Zitierrichtlinie, ein Prüfungszeitraum. Danach lässt sich beurteilen, ob die Belegübersicht die Begutachtung wirklich entlastet.
An einer eigenen Abschlussarbeit erproben
Wir zeigen das Modul an einer bereits begutachteten Arbeit aus Ihrem Fachbereich. Sie sehen dann an einem echten Fall, wie belastbar die Belegprüfung ist, bevor irgendetwas entschieden wird.